Sonntag, 24. Januar 2016

Phyto-Östrogene: Alternative zur üblichen Östrogen-Ersatz-Therapie

Phyto-Östrogene








Epidemiologische Studien aus Asien zeigen immer wieder, dass dort das Risiko für homonabhängige Krebserkrankungen geringer ist. Dies gilt für Brustkrebs und Prostatakrebs. Das wissenschaftliche Interesse konzentrierte sich auf die asiatischen Ernährungsgewohnheiten und fand besonders die große Menge an Soja-Produkten (Pflanzennahme: Glycine max) als Besonderheit.

Die Verbindung zwischen Soya und der Reduktion von hormonabhängigen Krebsarten lässt sich auf Phytoestrogene zurückführen. Ein Phytoestrogen ist ein Pflanzenextrakt, das die Wirkungsweise von tierischen Geschlechtshormonen – hier Östrogen – nachahmt. 


Die Mechanismen sind noch zum Teil in der Forschung, aber die Wirkung ist klar: sie erniedrigen die Östrogen-hormondichte im Blut entweder durch den frühzeitigen Verfall oder durch Reduzierung der Synthese von Östrogen oder durch Verdrängung des Östrogens an den Östrogenrezeptoren. 

Die beiden Hauptphytoestrogene in der Soya-Pflanze sind Genistein und Daizein. Sie wirken Östrogenimitierend und reduzieren das Risiko für östrogenabhängige Tumoren. Auch für das Blockieren des Wachstums von präkanzerösen Darmveränderungen und das Wachstum von Darmkrebszellen liegen wissenschaftliche Beweise vor. Weitere wissenschaftliche Daten liegen zu positiven Effekten bei Prostata-, Blasen- Brust- Darm- und Hautkrebs vor. 

Bei Herzerkrankungen und Osteoporose sind ebenfalls positive Wirkungen bekannt. Genistein blockiert zudem die Aktivität der Enzyme Tyrosin-Kinase, DNS-Topoisomerase II-Aktivität, es wirkt als intrazelluläres Antioxidans und hat Wirkungen auf Zellverbindungen.


Chemisch gesehen sind Genistein und Daizein als Isoflavone eingestuft. In der Sojabohne sind die Isoflavone meist als Glucosegebundene – glucosidierte – Isoflavone enthalten. 



Die Glucose-angebundenen Komponenten sind weniger aktiv als die freien Isoflavone. Über 2 Wege werden die Wirksameren Isoflavone freigesetzt: 

1. über den Darmtrakt durch Hydrolysierung und Aufnahme 

2.  über eine Vorverdauung durch Bakterien vor der Einnahme – in der Küche
(Fermentation). Die fermentierten Soja-Produkte Miso und Natto sind fermentiert und haben so den höchsten Gehalt an freiem Genistein oder Daizein.


Nur um einmal die Struktur vorzustellen ist hier eine Darstellung der chemischen Strukturformeln abgebildet. Die Isoflavone Genistein und Daizein sind strukturell den Flavonen Quercetin und Morin ähnlich. Quercetin entstammt der Eiche (Quercus sp.) und Morin der Mora (Chlorophora tinctoria). 


phyto_oben_links
Genistein
(4',5,7-Trihydroxy-isoflavon)




phyto_oben_rechts

Daizein
(4',7-Dihydroxy-isoflavon)


phyto_unten_links
Quercitin
(3,3',4',5,7-Penta-hydroxyflavone)


phyto_unten_rechts
Morin
(2',3,4',5,7-Penta-hydroxyflavone)


SojazubereitungIsoflavonkonzentration (in mg)
Sojamilch (1 Tasse)40
Tofu (1/2 Tasse)40
Tempi (1/2 Tasse)40
Miso (1/2 Tasse)40
Pflanzenprotein (1/2 Tasse) gekocht35
Soja Korn (1/2 Tasse)50
Sojabohnen (1/2 Tasse) gekocht35
Soja Nüsse (12 g)40

Insgesamt kann man sagen, daß der regelmässige Verzehr von Soja-Produkten – z.B. Tofu – zu einem erhöhten Isoflavon-Anteil in der Nahrung führt mit den oben erwähnter Präventionseffekten vor allem für Brust-, Darm, Prostata- und Blasenkrebs. 


Auch bei vorhandener Erkrankung ist diese Ernährungsform sinnvoll. Präventive Effekte auf den Knochenstoffwechsel (Knochendichte) und das Herz-Kreislaufsystem sind ebenfalls zu erwarten. Inzwischen gibt es auch Nahrungsergänzungsstoffe, die Genistein und Isoflavone enthalten. 

Weitere Phytoöstrogene kommen vor in zahlreichen einheimischen Körnern und Getreide, Leinsamen, Gemüse und Früchten, Kräutern und Hülsenfrüchten, Granatäpfeln, Wurzelgemüsen. Als Isoflavone sind sie enthalten in Rotklee, Brokkoli, Weißkohl, u.a, als Lignane in Beeren, Leisamen und verschiedenen weiteren Gemüsen.


LebensmittelPhytoöstrogen gehalt (m g/g)
Tofu (1)
Sojabohnen, gekocht (1)
Sojasprossen (1)
Sojamehl (1) 
Tempeh (1) 
Sojapaste (1) 
Sojamilch (1) 
Misopaste (1) 
Alfalfasprossen (1) 
Grüne Bohnen, roh (1) 
Limabohnen, getrocknet (1) 
Weiße Bohnen, getrocknet (1) 
Mungobohnen, getrocknet (1) 
Kichererbsen, getrocknet (1) 
Kidneybohnen, gekocht (1) 
Runde Schälerbsen, getrocknet (1) 
Sojaflocken (2) 
Leinsamen (2) 
Haferflocken (2) 
Haferkleie (2) 
Weizen (2) 
Roggen (2) 
Linsen, getrocknet (2
257
1294
578
656-168
513
336
54
644
51
1,5
14,8
15,2
6,1
15,2
4,1
81,1
366-501
675-808
2
7
5
2-6
18

Miso - Gewürzpaste auf Sojabasis

Miso



Miso ist eine asiatische Würzpaste und kann wie ein Heilmittel auf den menschlichen Organismus wirken. Es gleicht Ernährungsfehler aus und wird seit Kurzem auch im Schwarzwald produziert..
Miso ist, laut WHFood, eines der gesündesten Nahrungsmitteln der Welt. Es wird wegen seines guten Geschmacks, der problemlosen Anwendung und förderlichen Wirkung auf die Gesundheit in der täglichen Ernährung geschätzt. Eine wachsende Schar von Feinschmeckern interessiert sich ebenso für dieses Produkt. Der Einfluss der Ernährung auf die Gesundheit in Europa gewinnt durch neue Erkenntnisse von Medizinern immer mehr an Bedeutung. Was wird über Miso berichtet?

Woraus besteht Miso

Miso (みそそ oder: 味噌 ( bedeutet wörtlich: Quelle des Geschmacks) ist eine milchsauer vergorene Würzpaste, die in der traditionellen japanischen Ernährung eine große Rolle spielt. Die Art der Zubereitung stammt wahrscheinlich aus dem alten China. Buddhistische Mönche brachten Miso vor etwa 1300 Jahren nach Japan. Eine kleine Menge Misosuppe ist zum Beipiel appetitanregend. Die Sorten und ihre Inhaltsstoffe:

Mamemiso: gedämpfte und mit dem Köji-Schimmelpilz (Aspergillus Oryzae) vergorene Sojabohnen
  • Komemiso: Sojapaste und Reis
  • Mugimiso: Sojapaste und Gerste
  • Nattomiso: Besteht aus Soja, Gerstenmalz und Ingwer
  • Genmai Miso: (brauner Reis Miso), mit Genmai Koji
Miso hat je nach der Fermentierungszeit (je länger, je dunkler), eine braune, rote oder hellgelbe Farbe. Die unterschiedlichen Misosorten entstehen durch die Verwendung von verschiedenem Koji, einer Schimmelkultur, die stärke- und eiweißzersetzende Enzyme enthält. Diese Zusammensetzung kommt auch im menschlichen Speichel vor. Der Geschmack des Miso ist vom verwendeten Koji, den Sojabohnen, dem Getreide, der Menge an Salz und der Reifezeit und -temperatur abhängig.
Erst in jüngster Zeit wird Miso auch aus Vollreis hergestellt. Das Ergebnis ist eine sehr reichhaltige und wohlschmeckende Sorte: Genmai Miso. Es milder wie Reis-Miso, das aus poliertem Reis gemacht wurde aber leichter im Geschmack. Darum wird es im Sommer besonders gerne gegessen.

Warum sollte Miso gegessen werden

Miso liefert Protein, Vitamin B2 und E und Enzyme, Isoflavonen, Cholin und Letzthin ist.
Es wirkt im Körper:
  • basisch
  • probiotisch
  • cholesterinsenkend
  • verdauungsfördernd
  • vitalisierend
  • zellschützend
  • entgiftend

Im Handel wird Miso in unterschiedlicher Qualität angeboten.

Die Misoproduktion ist in Japan ein großer Zweige der Lebensmittelindustrie. Dort gibt es hunderte verschiedener Misosorten in sehr unterschiedlicher Qualität. Industriell hergestellte Misoarten enthalten oft Farb-, Geschmacks- und Konservierungsstoffe, wie etwa Monosodiumglutamat. Traditionell hergestelltes, mehrere Monate/Jahre gereiftes Miso hat keine dieser Zusätze. Es ist auf natürliche Weise während des Gärungsprozesses dunkler geworden und hat einen ausgeprägt intensiven Geschmack.
Für die gute Qualität des Miso ist die belgische Firma Lima bekannt. In Deutschland produziert die Firma Schwarzwaldmiso meist für den Biofachhandel einer hohen Qualität.

Donnerstag, 21. Januar 2016

CBD (Cannabidiol)


CBD (Cannabidiol)




CBD (Cannabidiol) Das CBD ist nicht berauschend und weist ebenfalls einige medizinisch interessante Eigenschaften auf, darunter insbesondere antiepileptische Wirkungen. 

CBD ist in vielen THC-armen Hanfsorten, die von Landwirten in Deutschland und vielen anderen Ländern zur Gewinnung von Hanffasern sowie Speiseöl aus Hanfsamen angebaut werden, reichlich enthalten. 

Aus diesen THC-armen Hanfsorten lassen sich ebenfalls Cannabisextrakte herstellen, die im Internet zum Teil als CBD-Öl oder Cannabisöl verkauft werden. Sie enthalten vergleichsweise hohe CBD-Konzentrationen und nur wenig THC. 

Solange sie nicht mehr als 0,2 % THC enthalten, ist der Besitz dieser Extrakte in Deutschland legal. Zudem besteht in Deutschland die Möglichkeit, sich reines CBD vom Arzt verschreiben zu lassen. 

Dieses CBD wird von dem Unternehmen THC Pharm in Frankfurt synthetisch hergestellt. Apotheker können dieses CBD bei dem Unternehmen kaufen und pharmazeutische Lösungen daraus herstellen, beispielsweise 5-prozentige CBD-Lösungen in Neutralöl. 




Wie wirkt CBD? 


Der Wirkmechanismus von CBD ist noch nicht vollständig bekannt, ganz im Gegensatz zu den gut bekannten Wirkmechanismen des THC, dass vor allem Cannabinoidrezeptoren auf Nervenzellen und anderen Quellen aktiviert. 

Verschiedene Mechanismen der Wirkung von CBD wurden bisher nachgewiesen: 

(1) CBD bindet hemmend an den Cannabinoid-1-Rezeptor (CB1-Rezeptor) und konnte mehrere Effekte von THC hemmen, die über den CB1-Rezeptor vermittelt werden. 

(2) CBD stimuliert den Vanilloid-Rezeptor Typ 1 (VR1). 

(3) CBD hemmt die Aufnahme und den Abbau des körpereigenen Cannabinoids (Endocannabinoid) Anandamid und steigert damit seine Konzentration. 

(4) CBD verdrängt abhängig von der Konzentration einen Agonisten (8-Hydroxy-2-Di-N-Propylamino-Tetralin) des 5-HT1A Rezeptors. 

Es sind eine Anzahl weiterer Wirkungsmechanismen bekannt. Es ist allerdings bisher unklar, worauf die antiepileptischen Eigenschaften von Cannabidiol beruhen. 

Der aktuelle Stand der Forschung Ein CBD-reicher Cannabisextrakt bzw. ein CBD-Öl ist durch die Charlottes-Web (CW) Bewegung in den USA bei Epilepsie bekannt geworden. 

Es gibt heute eine Anzahl von Berichten über gute Erfolge beim Dravet-Syndrom und dem Lennox-Gastraut-Syndrom. Auch viele Kinder mit Angelman-Syndrom leiden unter solchen Epilepsieformen, so dass CBD für die Therapie dieser Patienten von Interesse sein könnte. 

In den USA verwenden daher bereits viele Kinder mit Angelman-Syndrom CBD-Extrakte bzw. CBD-Öle. Auch die epileptischen Potenziale, die bei den Kindern mit AngelmanSyndrom trotz Anfallsfreiheit sehr oft vorhanden sind, werden reduziert. Somit ist nach Erfahrungsberichten von Eltern von einer zusätzlichen Verbesserung der Motorik und der Kognition auszugehen.

CBD weist verglichen mit anderen antiepileptischen Medikamenten sehr geringe Nebenwirkungen auf und wird meistens sehr gut vertragen. Zu den möglichen Nebenwirkungen zählen Sedierung, eine leichte Steigerung oder eine leichte Verminderung des Appetits. 

Gegenwärtig werden die Wirksamkeit und Verträglichkeit eines CBD-Extraktes des britischen Unternehmens GW Pharmaceuticals unter dem Namen Epidiolex in den USA in klinischen Studien bei Kindern und jungen Erwachsenen mit Epilepsie getestet. 

Auf der jüngsten Jahrestagung der amerikanischen Epilepsiegesellschaft im Dezember 2014 wurden Arztberichte mit Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit des CBD-Extrakts Epidiolex bei 58 Kindern und jungen Erwachsenen mit behandlungsresistenter Epilepsie, die mindestens 12 Wochen lang behandelt worden waren, vorgestellt. 12 Patienten mit DravetSyndrom gaben eine mediane Gesamtreduzierung der Anfallshäufigkeit um 51−72 % an. 12 Patienten mit atonischen Anfällen gaben eine mediane Gesamtreduzierung der Anfallshäufigkeit um 52−46 % an. 

Atonische Anfälle sind eine Anfallsart, die aus einem kurzen Abfall der Muskelspannung besteht, die ein Zeichen für Lennox-Gastaut-Syndrom sind. Daten zu 58 Patienten mit einem breiten Spektrum von medikamente-resistenten Epilepsien, die mit Epidiolex behandelt worden waren, zeigten eine mediane Gesamtreduzierung der gesamten Anfallsfrequenz um 36−51 %. 



Neueste wissenschaftliche Informationen zur Wirkung von Cannabisprodukten bei unterschiedlichen Erkrankungen bietet der Internet-Newsletter der IACM (International Association for Cannabinoid Medicines), der 14-tägig im Internet erscheint und kostenlos auch in deutscher Sprache auf der IACM-Webseite abonniert werden kann: http://www.cannabis-med.org 

Hier ein Link der Angelman-Konferenz aus den USA 2014 (der amerikanischen Angelman Foundation ASF): 

http://www.dup15q.org/events/scientific-conferences/two-sides-of-a-coin-deletions-andduplications-on-15q-2014/videos-and-schedule-of-events/orrin-devinsky/ 

Fazit von Dr. Grotenhermen: Es macht Sinn, einen Versuch mit CBD zu unternehmen. Die Nebenwirkungen sind im Vergleich zu anderen Antiepileptika sehr gering.





Cannabidiol: vernünftige Bruder von THC

Cannabidiol





Denn Cannabidiol ist der vernünftige Bruder von THC. Beide Substanzen sind sogenannte Cannabinoide, also chemische Verbindungen, die es nur in Cannabis gibt. Mehr als 120 Cannabinoide wurden bisher entdeckt – das psychoaktive THC ist das berühmteste von ihnen. 

Politiker weltweit bekämpfen es seit über 100 Jahren und versuchen, seine berauschende Wirkung mit Grenzwerten zu zähmen. In der Schweiz dürfen nur Pflanzen legal angebaut werden, deren THC-Wert in den Blüten unter einem Prozent liegt. 

Cannabidiol hingegen hat noch keine Paragrafen produziert. In den meisten Ländern darf man es legal verkaufen.
Im Gehirn wirkt CBD wie ein Gegenspieler von THC: Es ist nicht euphorisierend, sondern beruhigend. Während THC den Ausbruch von Psychosen begünstigen kann, scheint sein matter Bruder genau das Gegenteil zu bewirken: Er kann die Stimmen im Kopf zum Verstummen bringen. Dies zumindest legt eine Studie aus dem Jahr 2012 nahe, die für Aufsehen in der Fachwelt sorgte. 

Psychiater der Universität Mannheim zeigten in einer Doppelblindstudie, dass CBD-Präparate bei Patienten mit akuter Schizophrenie die gleiche Wirkung hatten wie ein Antipsychotikum – jedoch mit weit weniger Nebenwirkungen.
Für sein Pulver verwendet das Medropharm-Team normalen Industriehanf aus Deutschland. In den legal anbaubaren Sorten ist der Gehalt an CBD um ein Vielfaches höher als jener von THC. Bei den berauschenden Sorten ist es umgekehrt: Weil Cannabidiol die psychoaktive Wirkung von THC hemmt, haben die Züchter in den letzten 60 Jahren alles getan, um das Verhältnis umzukehren: möglichst viel THC, möglichst wenig CBD. Mittlerweile gehen die Züchtungen wieder in die andere Richtung. Zu medizinischen Zwecken werden Sorten mit Rekordwerten von CBD herangezogen – wie jene Pflanzen, die Charlottes Mutter kaufte.
Noch zu wenig untersucht
Ein Heilmittel ohne Nebenwirkungen aus günstigem Bauernhanf? Das klingt zu gut, um wahr zu sein. Was kann der Stoff tatsächlich? Der Mann mit dem besten Überblick über die aktuellen Forschungsergebnisse ist der deutsche Arzt Franjo Grotenhermen. Er ist einer der weltweit renommiertesten Cannabis-Experten und publiziert im nächsten Herbst ein Fachbuch über den medizinischen Nutzen von Cannabidiol. 

Sein Fazit: Das Wirkungsspektrum der Substanz ist breit, aber noch viel zu wenig untersucht. «Die meisten CBD-Wirkungen wurden bisher nur im Tierversuch nachgewiesen», sagt Grotenhermen.

 Neben den erwähnten Erfahrungen bei Psychosen und Epilepsie ist eine entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung belegt. Auch gegen Ängste kann CBD helfen, weil es entspannend wirkt. Und im Gegensatz zu THC, das den Appetit anregt, zügelt CBD den Hunger und kann Entzugserscheinungen lindern. Auch gewisse Krebszellen werden von CBD abgetötet – im Labor zumindest.
In Studien wurden bisher keine nennenswerten Nebenwirkungen beschrieben, darum gibt es noch keine grosse Opposition gegen die Substanz. Die amerikanische Dravet-Syndrom-Stiftung rät trotzdem zur Vorsicht und betont, dass Sicherheit und Wirksamkeit nicht genügend erforscht seien. Unklar ist zum Beispiel, warum die Pflanzenextrakte einigen Kindern helfen – und anderen nicht. Grotenhermen behandelt als Arzt selber Patienten mit Cannabis-Extrakten und ist überzeugt, dass die Studienlage hinter den Erfahrungen der Patienten zurückbleibe. «Einige Personen mit ADHS berichten zum Beispiel von einer Linderung ihrer Symptome durch CBD-Extrakte.» Dies sei jedoch noch nicht durch die Wissenschaft bestätigt.
Zum Beispiel Multiple Sklerose
In der Schweiz hat das Bundesamt für Gesundheit (BAG) der Cannabis-Medizin soeben Auftrieb verliehen. Eine Studie, die vom BAG finanziert wurde, belegte eine signifikante Wirkung von Cannabis bei der Therapie von Schmerzen und von Krämpfen bei multipler Sklerose. In die Metaanalyse flossen die Resultate von 79 Untersuchungen ein – in den meisten Studien ging es jedoch um THC und nicht um CBD. Weil das berauschende THC schon länger erforscht wird, ist es auch in der Schulmedizin angekommen. Für Multiple-Sklerose-Patienten gibt es ein von Swissmedic zugelassenes Medikament auf THC-Basis. Auch in der Schmerzmedizin wird mit THC gearbeitet, so zum Beispiel am Universitätsspital Zürich.
Ärzte, die ihre Patienten mit berauschendem Cannabis behandeln möchten, müssen beim BAG eine Bewilligung beantragen. Dann können sie Apotheken den Auftrag geben, eine Essenz aus Hanfblüten herzustellen. Der bekannteste Cannabis-Apotheker ist der Langnauer Manfred Fankhauser. Vor bald zehn Jahren begann er mit dem Verkauf von synthetisch hergestelltem THC aus Zitronenschalen – seit der Revision des Betäubungsmittelgesetzes darf er Tinkturen aus Rauschhanf herstellen. Mittlerweile hat der Apotheker auch CBD-Essenzen im Angebot. «Seit der Reportage über Charlotte ist die Nachfrage nach Cannabidiol enorm angestiegen», sagt Fankhauser. Er erhalte Aufträge von Universitätskliniken aus dem ganzen Land, die meisten Patienten seien Kinder mit dem Dravet-Syndrom.
Hochkonzentrierte Cannabidiol-Produkte werden aber auch frei im Internet verkauft, offiziell als Nahrungsergänzungsmittel. Das Geschäft läuft. «Zurzeit kaufen die Leute alles, wo CBD darauf steht», sagt der Arzt Grotenhermen besorgt. Auch der Apotheker Fankhauser findet es seltsam, dass er selber strenge Richtlinien einhalten muss – im Internet aber jeder den Pflanzenextrakt verkaufen dürfe. «Gottlob ist der Stoff nicht toxisch», sagt Fankhauser. Aber er macht sich Sorgen, dass die Substanz bagatellisiert wird: «CBD wird als Wundermittel hochgejubelt, jeder will es produzieren – dabei ist das ein wertvolles Medikament.» Fankhauser ist der Meinung, dass der CBD-Markt reguliert werden sollte und der Extrakt nur noch als rezeptpflichtige Substanz verkauft werden dürfte. Das BAG sieht jedoch noch keinen Handlungsbedarf: «Zurzeit sind uns keine Bestrebungen bekannt, die auf eine Reglementierung des Wirkstoffes Cannabidiol hinauslaufen», sagt Markus Jann, Leiter Sektion Drogen beim BAG.

Frauen beim Orgasmus helfen
Die Kosten seien das grösste Problem, sagt auch Apotheker Fankhauser. Da Cannabidiol nicht als zugelassenes Heilmittel verkauft wird, übernehmen die Krankenkassen die Kosten nicht – auch wenn das CBD von einem Arzt verschrieben wird. In Fankhausers Apotheke kostet eine Flasche mit 500 Milligramm Cannabidiol 80 Franken. «Das würde bei einem Erwachsenen etwa für zwei Tage reichen», sagt er. Auch THC-Essenzen, die an Spitälern zur Behandlung von Schmerzen eingesetzt werden, müssen von den Patienten selber bezahlt werden. Kostenpunkt für einen Monat Schmerztherapie: 400 bis 800 Franken.
Die Hoffnung des Medropharm-Teams ist, ein eigenes Medikament herzustellen, das den Zulassungsprozess von Swissmedic durchläuft und damit von Krankenkassen bezahlt würde. Die nötigen Studien und Abklärungen kosten mindestens 200 000 Franken. «Wir verkaufen jetzt erst einmal den Rohstoff und sparen Geld, um später ein eigenes Produkt zu lancieren», sagt Toniolo. Das Pulver, das sie in die USA liefern, wird von der Biotechfirma Naturally Splendid in Lebensmittel eingearbeitet. «Man kann damit zum Beispiel einen Relaxing-Riegel herstellen: einen Snack, um sich am Abend zu entspannen.»
Als sich die Stimmung zum Abschied etwas auflockert, erzählen die Unternehmer von einem weiteren Produkt, das sie auf den Markt bringen möchten: ein Aphrodisiakum. «Die entspannende und angstlösende Wirkung von CBD könnte Frauen beim Orgasmus helfen», sagt Toniolo. Auch eine erotisierende Wirkung von Cannabidiol ist nicht wissenschaftlich belegt. An Versuchspersonen wird es aber nicht fehlen.

Cannabis und Epilepsien

Cannabis und Epilepsien

Cannabinoide sind Inhaltsstoffe der Hanf-Pflanze (Cannabis sativa). Sie spielen eine wichtige Rolle bei der Regulation der synaptischen Übertragung. Im Gehirn sind Cannabinoid-Rezeptoren vom Typ 1 sind der häufigste sog. G-Protein-gekoppelte Rezeptor. Cannabinoide sind synaptische Übertragungsstoffe ("Neurotransmitter") einer besonderen Art: sie werden nicht in den synaptischen Endigungen synthetisiert, gespeichert und freigesetzt, sondern werden im Areal der postsynaptischen Membran in Abhängigkeit von der synaptischen Aktivität gebildet und von hier "retrograd" freigesetzt, um dann die Freisetzung von Neurotransmittern zu reduzieren.

Bereits in der chinesischen Medizin wurden Cannabinoide zur medikamentösen Behandlung eingesetzt, seit dem Mittelalter ist auch der Einsatz zur Epilepsiebehandlung bekannt. Seit 40 Jahren kennt man wichtige Inhaltsstoffe, insbesondere das Tetrahydro-Cannabinol (THC).

  • Epidemiologische Studien haben gezeigt, dass die Einnahme von Cannabinoiden das Risiko für das Auftreten epileptischer Anfälle mindert.
  • Eine prospektive, randomisierte Doppelblindstudie von 1980 zeigte an einer kleinen Patientenzahl eine gute antikonvulsive Wirkung.
  • In verschiedenen Tiermodellen wurde eine akute antiepileptische Wirkung nachgewiesen.In Tiermodellen wurde bei früher Gabe auch ein Schutz vor der Entwicklung von Epilepsien (z.B. im Kindling-Modell) nachgewiesen.
  • Cannabinoide wirken darüber hinaus neuroprotektiv gegenüber verschiedenen Noxen und schützen wahrscheinlich auch das Gehirn vor der exzessiven Freisetzung von Glutatmat im Rahmen epileptischer Anfälle.


Fähigkeiten der Alfalfa-Sprossen

Alfalfa-Sprossen 




(Quelle Wiki)


Alfalfa-Sprossen verfügen über erstaunliche Fähigkeiten und hat eine Reihe von positiven Wirkungen auf den menschlichen Organismus:


Entzündungshemmende Fähigkeiten der Alfalfa-Sprossen 


Alfalfa wurde gezeigt, daß die Entzündung in tierischen Patienten zu reduzieren. Eine Studie über die anti-entzündliche Fähigkeiten der Alfalfa-Sprossen erfolgte an der National Taiwan University Department of Biochemical Science and Technology in China. Die Ergebnisse, die in der Ausgabe vom Juli 2009 veröffentlicht wurden, "Journal of Biomedical Science" zeigte, dass Probanden zugeführt Alfalfa-Sprossen waren weniger wahrscheinlich, wenn erhöhte Entzündung mit Verbindungen, die Entzündungen verursachen injiziert haben. Weitere Tests müssen durchgeführt, um zu bestimmen, wie effektiv Luzerne als Antientzündungs ​​beim Menschen.


Luzerne und Autoimmunerkrankungen


Luzerne ist vielversprechend für die Behandlung von Autoimmunerkrankungen. Eine Studie, die das unterstützt wurde an der National Taiwan University in Taipeh, Taiwan durchgeführt und in der Ausgabe von März 2009 veröffentlicht "Lupus". Dieses Tier Studie wurde die Fähigkeit von Luzerne sprießen Ethylacetat-Extrakt zu Probanden mit Autoimmunerkrankungen zu behandeln. Die angegebenen Luzerne Tiere hatten niedrigere T-Zellzahlen und weniger schwere Symptome am Ende der Testperiode. Die Studie ergab, dass Luzerne hat das Potential für die Verwendung zur Behandlung von Autoimmunerkrankungen, wie Lupus.

Antioxidative Eigenschaften


Luzerne kann auch in der Lage, Zellen vor Schäden durch solche Dinge wie Röntgenstrahlen wegen seiner antioxidativen Eigenschaften schützen. Eine Forschungsstudie auf Luzerne und zwei andere pflanzliche Lebensmittel festgestellt, dass Alfalfa reduziert freie Radikale und Zellschäden in der Tierversuchspersonen, die Luzerne vor x ray gegeben worden war. Die Studie wurde in Antalya, Türkei durchgeführt und ihre Ergebnisse wurden in der Januar/Februar-Ausgabe 2008 der Veröffentlichung "Photochemistry and Photobiology".

Cholesterinsenker


Wenn unbehandelt, kann hohe Cholesterinwerte zu mehreren schweren Erkrankungen, wie Herzerkrankungen und Schlaganfall führen. Aber Studien haben gezeigt, dass Luzerne kann dazu beitragen, den Cholesterinspiegel im menschlichen Patienten. Die Ergebnisse einer Studie wurden in der Mai 1987 Ausgabe von "Arteriosklerose" veröffentlicht und zeigten, dass Alfalfa bei den Probanden deutlich reduziert die Gesamtcholesterinspiegel. In der Tat wurden die Patienten LDL oder "schlechtem" Cholesterin Ebenen um bis zu 30 Prozent, indem sie Alfalfa Samen für einen Zeitraum von acht Wochen reduziert. Sobald die Studie war, kehrte der Patienten Cholesterinspiegel auf die vorherigen Werte, was darauf hinweist, dass die Luzerne hatte in Cholesterinsenkung erfolgreich.