Montag, 21. September 2015

Vanadium: Wirkt stabilisierend bei Diabetes



Vanadium



Vanadium ist ein seltenes Spurenelement. 


Vanadyl ist die sicherste und bevorzugte GTF-Form von Vanadium. Dosierungen von 4.5-10 mg pro Tag (entspre­chend 22.5-50 mg Vanadylsulfat) haben sich al sicher und gut verträglich erwiesen.


Vanadium ist für die Mineralisation von Knochen und Zähnen wichtig. 


Es trägt zur Synthese des biogenen Amins Cholin bei und wird für die Aktivität des Enzyms Cholinesterase benötigt. Im Stoffwechsel von Fetten kann Vanadium die Synthese von Cholesterin hemmen. 

Vanadium ist außerdem am Stoffwechsel von Eisen beteiligt. 

In biologischen Systemen dient Vanadium vermutlich als Katalysator für Redoxsysteme, durch die der Elektronenaustausch im Lauf der Gewinnung von Energie geregelt wird. Noch nicht genau geklärt ist der Einfluss von Vanadium auf den Blutzucker. 

In Tierversuchen entfaltete Vanadium eine Insulin-ähnliche Wirkung auf den Blutzucker. Ob beim Menschen vergleichbare Wirkungen entstehen, darüber gibt es bisher zu wenig Nachweise. 

1985 erschien beispielsweise in der Zeitschrift "Science" einen Bericht über die stabilisierende Wirkung von Vanadium bei der Zuckerkrankheit (Diabetes). 

Man vermutet, dass Vanadium dazu beiträgt, den Blutzucker zu regulieren. Vanadium kann möglicherweise vor stark erhöhten LDL und Triglyzeriden schützen, die zu den eher "schlechten" Bestandteilen des Cholesterins zählen.

Die Hauptlieferanten von Vanadium


Vanadium kommt reichlich in Fetten, besonders in Pflanzenölen, sowie in der Gelatine und in Buchweizen vor. Grundsätzlich ist es in vielen Lebensmitteln enthalten, meist in eher geringen Mengen.

30 mcg Vanadium (geschätzter Tagesbedarf) sind enthalten in


Hülsenfrüchte        80 g
Nüsse                  200 g
Austern                300 g
Gemüse, Obst     500 g
Fisch                  1000 g
Muskelfleisch     3000 g
Milch                    3 Liter

Vanadium zur Vorbeugung und Therapie – und wieviel?

Die Einnahme von Vanadium im Bereich des geschätzten Tagesbedarfs gilt als sicher. Vanadium kann die Glykogenspiegel in der Leber erhöhen und die Aufnahme von Traubenzucker in die Muskeln fördern. Dies könnte die Leistungen von Sportlern verbessern. Vanadium wird zu therapeutischen Zwecken zur Steuerung des Zuckerstoffwechsels eingesetzt. Die Dosierungen sollten vom Therapeuten bestimmt werden.






































Sonntag, 20. September 2015

Was uns wirklich nährt

Was uns wirklich nährt


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Dienstag, 15. September 2015

Die Rolle von Selen für die menschliche Gesundheit


Selen





Fehlen Mineralstoffe im Acker, so können die Pflanzen, die auf solchen Böden wachsen, diese Mine­ralstoffe auch nicht aufnehmen. Sie fehlen den Tieren, die diese Pflanzen essen und schliesslich auf den Menschen als dem letzten Glied der Nahrungskette. Mangelerscheinungen treten auf.

Ein Spurenelement, von dem seit langem bekannt ist, dass es in unseren Böden, von allem in den deutschen Mittelgebirgen und den Alpen, zuwenig vorkommt, ist Jod. Das in den Böden vorkom­mende Element Jod reicht nicht aus, um über die normale Ernährung eine ausreichende Versorgung zu sichern. Die sichtbare Folge ist der Kropf, die vergrösserte Schilddrüse, die in Gebieten mit Jod­mangel häufig anzutreffen ist. Erst spezielle Massnahmen, wie die Verwendung von jodiertem Spei­sesalz oder spezieller jodhaltiger Mineralstoff-Präparate wie Kelp helfen, den Mangel auszugleichen.

Auch das Selen ist ein Spurenelement, das in den Böden der Bundesrepublik nicht ausreichend vor­kommt. Der Mangel wir durch die heutige landwirtschaftlichen Methoden noch verstärkt: Unsere Böden werden immer ärmer. Die Bundesrepublik gehört zu den selenärmsten Ländern Mitteleuro­pas. Das wurde erst vor kurzem durch eine gründliche Studie des Instituts für Tierernährung der Uni­versität Bonn bestätigt. 


Weidetiere weisen Symptome eines Selenmangels wie Wachstumsverzöge­rung und Totgeburten auf, wenn Selen nicht supplementiert wird.




Welche Rolle spielt Selen für die Erhaltung der menschlichen Gesundheit?


Wie kein anderes Spurenelement steht das Selen im Blickpunkt des Interesses bei den forschenden Biologen, Biochemikern, Ernährungsphysiologen und Medizinern.

Sein Wirkungsspektrum ist in den letzten Jahren immer gründlicher erforscht worden. Dieses in frü­heren Zeiten als Gift angesehene Element ist als essenzieller Bestandteil ein lebenswichtiger Baustein für jede einzelne Körperzelle.

Als Bestandteil von Enzymen wie die Glutathionperoxidase, die eine umfassende gesundheits- und lebenserhaltende Funktion ausübt, muss es dem Organismus permanent zur Verfügung gestellt wer­den.



Zu den wichtigsten Selenwirkungen gehören:

  • Der Schutz der Zellen vor „freien Radikalen“, die als hauptsächliche Verursacher vorzeitiger Alterungsprozesse gilt
  • Die Erhöhung der körpereigenen Resistenz (Abwehrkraft) gegen Krankheitserreger ein­schliesslich Viren und Umweltgifte
  • Die immunstimulierende Wirkung
  • Der Schutz vor giftigen Schwermetallen
  • Die Krebsschützende Wirkung
  • Die Funktionserhaltung praktisch aller Organe, einschliesslich des Herzens, der Leber, der Muskeln und Lymphozyten (weisser Blutkörperchen)

Was bedeuten die Selenwirkungen im einzelnen?



Der amerikanische Altersforscher Prof. Harman hält den Alterungsprozess für die Summe der schädi­genden Reaktionen von „freien Radikalen“, die in den Körperzellen und –geweben ständig vor sich gehen.


Freie Radikale sind biochemische Substanzen, die in allen Körperzellen entstehen, vor allem durch unvollständige Sauerstoffverbrennung (Oxidation) oder durch einen gestörten Fettstoffwechsel (Li-pidperoxidation). Aber auch durch die Einwirkung von aussen entstehen freie Radikale, z.B. durch die ultravioletten Strahlen der Sonne, durch Zigarettenrauch, durch Rückständen in Nahrungsmitteln, Röntgenstrahlen, Stress, bestimmte Arzneimittel und viele andere Faktoren.


Freie Radikale haben Sauerstoffatome mit einer ungeraden (5 oder 7) Elektronenzahl (normalerwei­se hat ein Sauerstoffatom 6 Elektronen). Das macht sie zu hochreaktiven Substanzen, denn sie sind bestrebt das Ungleichgewicht auszugleichen, d.h. ein Elektron aufzunehmen oder abzugeben. Sie gehen also mit jedem gerade in der Nähe befindliche Molekül eine Verbindung ein. Wenn die Reakti­on im Übermass mit Bestandteilen der Zellen selbst erfolgt, treten schädliche Veränderungen und mit der Zeit Zellzerstörungen ein. Die Folgen sind vielfältig: Freie Radikale sind beteiligt an der Bil­dung von Altersflecken, sie schädigen Zellmembranen und machen sie durchlässig für Schadstoffe, wodurch Krebs entstehen kann. Sie verursachen Fehlreaktionen des Immunsystems, wodurch chroni­sche Entzündungen (wie Gelenkrheumatismus) entstehen. Sie sind mitbeteiligt an der Entstehung so verbreiteter Krankheiten wie Arteriosklerose, Bluthochdruck, Allergien, Immunschwäche usw.


In der enzymatischen Abwehr der freien Radikale spielt nur Selen eine bedeutende Rolle. Es liegt auf der Hand, dass eine ausreichende Selenversorgung gerade für ältere Menschen für die Gesunderhal-tung unerlässlich ist. Leider sieht es damit gar nicht gut aus. Zu dem schon erwähnten Selenmangel im Boden kommen gerade bei älteren Menschen leicht Ernährungsfehler dazu, die das Selendefizit noch verschärfen: Einseitige Kost, falsche Zubereitung der Nahrung (durch Kochen geht bis zu 50% des in der Nahrung vorhandenen Selens verloren). Essen von Konservennahrung und industriell ver­arbeiteter Nahrungsmittel. Ausserdem liegen bei älteren Menschen häufig zusätzlich Resorptionsstö-rungen (Schwierigkeiten in der Aufnahme von Nährstoffen) organischer und medikamentös verur­sachter Art.


Prof. Gruber vom Wilhelminenspital der Stadt Wien hat in den vergangenen Jahren klinische Erfah­rung bei den verschiedenartigsten Spurenelement-Mangelerkrankungen gesammelt.

 Er hat festge­stellt, dass gerade ältere Menschen mit mehrfachen Gesundheitsstörungen immer häufiger Sympto­me eines Spurenelement-Mangels zeigen. 

Unter diesen Erkrankungen sei besonders der Mangel an Selen in den letzten Jahren sprunghaft gestiegen. Prof. Gruber setzt Selen als Hilfsmittel (Adjuvans) bei folgenden Erkrankungen ein: koronare Herzkrankheiten, Arteriosklerose, Herzinfarkt, rheumati­scher Formenkreis, Erkrankungen der Haut, Leberzirrhose, Augenkrankheiten, Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse, Morbus Parkinson und Alzheimer-Krankheit.



Selen wird zunehmend zur Krebsprophylaxe (Vorsorge) eingesetzt. Zwar ist Krebs keine Selen-Mangelkrankheit, aber Selen fördert deutlich die Immunabwehr des Körpers. Ein zu niedriger Selen-status schwächt die körpereigene Abwehr gegenüber krebserregender Stoffen. Niedrige Selenwerte im Blut zeigen also ein erhöhtes Krebsrisiko an. Das gleiche trifft zu für ein erhöhtes Infarktrisiko.


Umfangreiche Untersuchungen des Selenstatus (Normalwert = 100%) bei verschiedenen Krankheits­bildern zeigen deutlich, dass Selenmangel vorliegt bei:



Krebserkrankungen:
86%
Unter Chemotherapie:
68 %
Koronare Herzerkrankungen:
64%
Geriatrie:
66%
Immundefizienz (AIDS)
63%
Rheumatische Formenkreise
74%



Wieviel Selen brauchen wir täglich?



200 mcg gelten als ausreichend und sicher, bis 500 mcg sind auf jeden Fall auch über längere Zeit unbedenklich. Mit der Nahrung nehmen Frauen durchschnittlich 38 mcg und Männer 47 mcg täglich zu sich, liegen also deutlich unter dem empfohlenen Minimalwert. 


Besonders mangelhaft versorgt sind die Risikogruppen wie Schwangere, stillende Mütter, Alkoholiker, Patienten mit parentaler Er­nährung, Vegetarier, Herzkranke und eben ältere Menschen.


Fachleute empfehlen die Aufnahme von 200 mcg pro Tag durch Ernährungsergänzung. Dies gilt be­sonders bei bestehenden Störungen, also zur Verbesserung der Abwehrlage bei Krankheiten, aber auch bei sportlicher Anstrengung, bei Stresssituationen, bei Belastung durch Schwermetalle (z.B. Blei, Cadmium, Quecksilber (Amalgan) sowie bei der Einnahme entwässernden Medikamente.


Ein Hinweis: 65 % der Gesamtselenaufnahme durch die Nahrung erfolgt durch tierische Proteine. Zu den selenhaltigsten Nahrungsmitteln gehören dabei Innereien wie Leber und Niere. Schweinefleisch liefert heute ca. 25% des Selens in der Nahrung, da die Futtermittel der Schweine mit Selen angerei­chert werden. Nun schränken viele Verbraucher aus guten Gründen die Verwendung von Schweine­fleisch, Leber und Nieren ein. Sie müssen deshalb besonders auf ausreichende andere Quellen ach­ten.


Der kalifornische Mediziner Prof. Schrauzer meint, dass der tatsächliche Bedarf an biologisch verfüg­barem Selen, den er mit täglich 300 mcg beziffert, heute über Nahrungsmittel kaum gedeckt werden kann. 

Er empfiehlt die Ergänzung durch Selenpräparate. Hierfür stehen zunächst einmal organische Präparate auf Hefebasis zur Verfügung. Diese enthalten Nährhefe mit natürlich gebundenem Selen. Dieses biologisch aktive Selen entspricht dem über die Nahrung aufgenommenen Selen. Damit ist eine optimale Aufnahme und Verwertung gewährleistet. Personen, die hefehaltige Produkte nicht vertragen, nehmen hefefreies Selen. 


Dabei wird das Spurenelement Selen an eine Aminosäure (Methionin) gebunden, um die Resorption durch den Organismus zu ermöglichen.




Montag, 7. September 2015

Lithium - Wirkung auf die menschliche Psyche

Lithium







Wahrscheinlich wird Lithium schon seit der Antike zur Behandlung von psychischer Krankheit einge­setzt. 


Seit Mitte des 20. Jahrhunderts wird es vor allem in der Therapie affektiver Störungen (Manien) und zur Vorbeugung von Schüben bei manisch-depressiven Psychosen verwendet. Aus seiner Wir­kung schliesst man auf eine Funktion von Lithium im zentralen Nervensystem. Wahrscheinlich wirkt Lithium im zentralen Nervensystem nach der synaptischen Übertragung an der Weiterleitung des Signals in der Zelle mit. Der genaue Wirkungsmechanismus von Lithium ist allerdings nicht vollständig geklärt.

Es ist zurzeit noch nicht befriedigend geklärt, welche Auswirkungen eine mangelnde Versorgung mit Lithium hat. Da Lithium zur Behandlung von psychischen Erkrankungen eingesetzt wird, liegt die Vermutung nahe, dass eine Mangelversorgung zu psychischen Veränderungen z.B. aggressivem Ver­halten führen könnte.

Der tägliche Bedarf an Lithium liegt zwischen 2 und 10 mg. Dieser Lithiumbedarf wird bei normaler Ernährung knapp gedeckt. Ein Mehrbedarf kann bei psychisch labilen Menschen oder psychisch Er­krankten, bei Alkoholikern und eventuell bei immungeschwächten Menschen bestehen.

Eine tägliche Lithiumaufnahme bis zu 10 m gilt generell als unbedenklich. Zu Behandlung von psychi­schen Erkrankungen werden allerdings sehr hohe Dosierungen von Lithium eingesetzt, die bei miss­bräuchlicher Anwendung zu Vergiftungserscheinungen führen können.

Lithium hat wichtige Funktionen im Körper


Lithium hat möglicherweise essentielle Funktionen im Körper. Lithium gilt bisher nicht als ein lebens­notwendiges Spurenelement. Es kommt aber in unserem Körper vor und hat dort einige wichtige Funktionen. Lithium wirkt vor allem auf die Psyche ein. Als Medikament wird es seit langem bei chro­nischen Depressionen eingesetzt. Neuere Untersuchungen zeigen, dass es auch bei leichten psychi­schen Belastungen wirken kann.

Die physiologischen Funktionen von Lithium beim Menschen sind bis heute nicht genau geklärt. Aus Tierversuchen weiss man, dass ein Mangel an Lithium zu erhöhten Abortraten und zu einem niedri­gen Geburtsgewicht führen kann. Weiter können sich die Enzymaktivitäten verändern, und das Ver­halten kann deutlich gestört werden. Es ist denkbar, dass Lithium auch beim Menschen ähnliche Wir­kungen haben kann.

Im menschlichen Körper ist es jedenfalls mit wenigen Milligramm enthalten. Die grössten Vorkommen finden sich in den Lymphknoten, in der Lunge und Leber, aber auch im Gehirn und anderen Organen ist dieses Spurenelement enthalten.

In den Knochen und Zähnen kommt Lithium ausserdem in Verbindung mit Phosphorsäuren vor. Im Körper finden Wechselwirkungen von Lithium vor allem mit Natrium, Kalium, Kalzium, Magnesium und vielen Neurotransmittern statt. Lithium Natrium und Kalium teilweise (unvollständig) ersetzen.

Und es ist in der Lage, im Stoffwech­sel sonst unlösliche Substanzen zu lösen, das gilt beispielsweise für Harnsäure.

Schon aus der Antike gibt es Hinweise, dass lithiumhaltiges Quellwasser genutzt wurde, um Manien zu heilen. Erst am Beginn des 20. Jahrhunderts tauchte dieser Gedanke in der Medizin wieder auf, als man vermutete, dass Lithiumsalze (Lithiumcarbonat) therapeutisch bei Depressionen wirken können. Doch erst im Jahr 1949 probierte man die Wirkung tatsächlich aus. Im Lauf der folgenden Jahre konn­te sich Lithium als wirksames Medikament bei der Behandlung bipolarer (manischer) und teilweise auch unipolarer Depressionen durchsetzen. Es beruhigt und hilft bei chronischen Depressionen, Rückfällen vorzubeugen und die Wirkung anderer, antidepressiver Medikamente zu fördern. Noch relativ neu ist die Erkenntnis, dass Lithium auch auf leichtere psychische Belastungen einwirken kann. Es gibt beispielsweise Hinweise, dass es aggressives Verhalten mindern kann.




Aufgrund der bekann­ten Wirkungen auf psychische Prozesse kann man Lithium in die Gruppe psychotroper Substanzen einordnen. Es trägt zum seelischen Gleichgewicht und zur geistigen Leistungsfähigkeit bei.

Vorkommen von Lithium


Lithium kommt in unserer Ernährung in relativ geringen Mengen vor. Eier, Milch und Fleisch sind die wichtigsten Quellen. Auch Kartoffeln, Gemüse und Fische enthalten Lithium. Es ist ausserdem in manchen Mineralwässern (z.B. Bad Mergentheimer Albertquelle) enthalten. Auch im Trinkwasser kommt es, abhängig von der jeweiligen Region, in geringen Mengen vor.
500 µg Lithium sind enthalten in:
·         300 g Eier
·         500 g Butter
·         500 g Getreide
·         500 g Reis
·         500 g Fleisch
·         700 g Milch
·         1200 g Schokolade


Der tägliche Bedarf an Lithium


Der Bedarf an Lithium ist bisher nicht exakt bestimmt worden. Sicher ist, dass die tägliche Zufuhr aus der Nahrung recht gering ist.

Der tägliche Bedarf an Lithium wird, wenn er überhaupt in der Fachliteratur angegeben wird, nach einer Quelle von 1960 (Reis) meist auf ca. 10 mg täglich geschätzt.

Deckt die tägliche Ernährung den Bedarf an Lithium?



In Deutschland werden täglich etwa 0,8 Milligramm (mg) Lithium aufgenommen. Dabei gibt es aller­dings eine grosse Breite in der Zufuhr. Die Werte schwanken von 0 bis zu 3 mg täglich. Würden 10 mg Tagesbedarf tatsächlich stimmen, bestände eine erhebliche Unterversorgung an diesem Spurenele­ment. Sicher kann man auf jeden Fall davon ausgehen, dass Lithium zu den Spurenelementen gehört, die in jede gesunde Ernährung gehören.


Typische Gruppen für einen Mehrbedarf an Lithium:

  • bei chronischen bipolaren, teils bei unipolaren Depressionen
  • bei seelischer Instabilität, vor allem bei aggressivem Verhalten
  • bei Gicht und Harnsäuresteinen
  • zur Immunstärkung, besonders bei begleitender Behandlung von Krebskrankheiten
  • bei Alkoholismus
  • eventuell auch äusserliche Anwendung bei Herpes, Pilzen und Ekzemen (lithiumhaltige Sal­ben und Wässer)

Wenn Lithium im Körper fehlt

Mangelerscheinungen bei Lithium sind aus der Forschung bisher nicht bekannt. Einige Forscher sind der Meinung, dass ein Mangel an Lithium zu einer Reihe von psychischen Störungen führen kann, darunter vor allem zu aggressivem Verhalten.

Kann man Lithium überdosieren oder gibt es Nebenwirkungen?


Von höheren Lithiumaufnahmen aus der Nahrung, bis zu 10 mg täglich, sind bisher keine uner­wünschten Wirkungen bekannt. Zur Behandlung von Depressionen werden dazu im Vergleich extrem hohe Dosen eingesetzt, die an der Grenze zur Toxizität liegen. Daher sind bei dieser Therapie auch einige Nebenwirkungen möglich, beispielsweise Erbrechen, Diarrhoe, Zittern und Krämpfe. Die Do­sierungen müssen daher ärztlich überwacht und gegebenenfalls angepasst werden. Von Zeit zu Zeit werden die Lithiumspiegel im Blut bestimmt, um die Dosierung zu überprüfen.

Lithium zur Vorbeugung - und wieviel?


Lithium kann in relativ geringen Dosen bei seelischer Instabilität wirksam sein. Die Anwendung sollte immer ärztlich überwacht werden.


Eine allgemeine Vorbeugung mit Lithium ist in der Regel nicht notwendig. In relativ geringen Dosie­rungen, die im Bereich der üblichen Tageszufuhren bis zu 3 mg liegen, kann Lithium bei seelischer Instabilität, beispielsweise aggressivem Verhalten oder Zwangsgedanken, eingesetzt werden.


Dabei tritt die Wirkung bei organischem Lithium (aus pflanzlichen Quellen) oft schneller ein als bei den an­organischen Lithiumsalzen. Anwendungen von Lithium sollten auf jeden Fall therapeutisch über­wacht werden. Die Hochdosierung von Lithium zur Therapie von chronischen Depressionen und an­deren Krankheiten sollte ausschliesslich unter ärztlicher Kontrolle erfolgen.





Donnerstag, 3. September 2015

Kupfer wird bei der Funktion von mindestens 16 Enzymen mit.

Kupfer





Dieses essenzielle Spurenelement wirkt bei der Funktion von mindestens 16 Enzymen mit. 

So ist es z.B. notwendig, um das Eisen im Körper in Hämoglobin umzuwandeln; ein Mangel von Kupfer kann zu  Blutarmut (Anämie) führen. 

Weiter macht es die Aminosäure Tyrosin verwertbar; sie kann erst durch das Kupfer als Pigmentfaktor für Haar und Haut wirken.

Ausserdem ist Kupfer als Bestandteil des Enzymes Lysyloxidase für die Verflechtung der hautsächli­chen Bindegewebs-Eiweisse, dem Kollagen und Elastin verantwortlich. Diese sorgen für die Struktur und Elastizität von Knochen, Bändern, Knorpel, Bindegewebe und Blutgefässe. Ein Mangel kann zu „Brüchen“ von Blutgefässen, Osteoporose und Knochen- und Gelenks-Abnormalitäten führen. 

Es ist auch nachgewiesen, dass Kupfermangel mit steigenden Cholesterin-Werten in Zusammenhang ge­bracht werden kann, was letztendlich zu der gefürchteten Arteriosklerose führt.

Es ist empfehlenswert, Kupfer zusammen mit anderen Mineralstoffen und Spurenelementen, beson­ders Zins und Eisen, einzunehmen.

Die besten natürlichen Quellen für Kupfer sind 
  • Bohnen, 
  • Erbsen, 
  • Zwetschgen, 
  • Vollkorn(brot), 
  • tierische Innereien, 
  • Krabben und 
  • Meeresfrüchte (Austern, Mollusken, Schalentiere)
  • Kakao, 
  • Rosinen
  • Betelblätter, 
  • Arecanüsse und andere Nüsse.

Mit einer gemischten Kost kann der tägliche Bedarf normalerweise gedeckt werden. Bei Verdauungs­störungen oder bei einseitiger Ernährung kann oft nicht genügend Kupfer (aber auch andere Spuren­elemente) aufgenommen werden. 

Dann sollte es mittels Zusatzernährung zugeführt werden - ent­sprechende qualitativ hochwertige Präparate erhalten Sie in Ihrer Apotheke.



Mittwoch, 2. September 2015

Kalium: Wichtig für die Funktion von Nerven und Muskeln sowie den Flüssigkeitshaushalt

Kalium




Kalium reguliert zusammen mit Natrium den Flüssigkeitshaushalt des Körpers und ist lebensnotwen­dig für die Herzrhythmus-Funktion. 

Der Konzentrationsunterschied des Kaliums zwischen dem Inneren der Zellen und dem Raum ausserhalb der Zellen, dem sogenannten Extrazellulärraum, ist wichtig für den Wassergehalt der Zellen, die Funktionsfähigkeit der Zellen und denInformationsaustausch zwischen verschiedenen Zellen. 

Dabei spielt das Kalium auch eine wichtige Rolle für die Erregbarkeit und damit die Funktion der Nerven und Muskeln, insbesondere des Herzmuskels.

Zudem spielt das Kalium eine wichtige Rolle beim Aufbau von Eiweissen sowie bei der Aktivierung gewisser Enzyme und ist unverzichtbar beim Umbau von Kohlenhydraten zu Energie, auf die alle Zellen, Gewebe und Organe des Körpers, insbesondere das Gehirn, angewiesen sind, um richtig funktionieren zu können.


Störungen im Natrium/Kalium-Gleichgewicht können zu Muskel-und Nervenbeschwerden führen. Kaliummangel kommt häufig als Folge übermässiger Zufuhr von Kohlenhydraten in der Nahrung (Hypoglykämie) und bei der Verwendung von Abführmitteln vor.

Die beste Art, sich ausreichend mit Kalium zu versorgen, ist eine kaliumreiche Nahrung. 

Gute Quellen sind Petersilie, Sonnenblumenkerne, Avocados und Spinat. 


Wenn ein echter Kaliummangel festge­stellt wurde, gibt es dafür einen Grund, der herausgefunden und behandelt werden sollte. Die dann benötigte Dosis, manchmal 3‘000 mg oder mehr, überschreitet bei weitem die in Nahrungsergänzungs-Tabletten enthaltene Menge.



Natürliche Kaliumquellen:
Lebensmittel


Fisch, Fleisch und Geflügel
Portionsgrösse in Gramm                    Gehalt pro Portion
 in Milligramm
Forelle
150
698
Gans
150
630
Hammelschnitzel
150
626
Hase
150
600
Brot


Pumpernickel
175
592
Simonsbrot
175
718
Hülsenfrüchte


Linsen
75
628
Bohnen, weiss
75
1003
Limabohnen
75
1312
Sojabohnen
75
1349
Gemüse


Spinat, roh
200
1108
Spinat, tiefgefroren
200
640
Brokkoli, roh
200
558
Blumenkohl, roh
200
622
Kohlrabi, roh
200
644
Erbsen, grün, roh
200
680
Artischocke, roh
200
700
Kartoffeln, roh
200
752
Rettich, roh
200
864
Fenchel, roh
200
988
Pilze


Pfifferlinge
200
734
Champignons
200
780
Morcheln
200
760
Hallimasch
200
880
Steinpilze
200
972
Obst


Johannisbeeren, schwarz
200
514
Kiwis
200
628
Melone
200
640
Banane
200
764