Montag, 30. Mai 2016

Was ist der ORAC-Wert?

Was ist der ORAC-Wert?




Der Begriff ORAC steht für Oxygen Radical Absorption Capacity. Dieser Wert ermittelt die antioxidative Fähigkeit oder die Kapazität von Naturstoffen. Das bedeutet übersetzt, dass mit dem ORAC-Verfahren festgestellt werden kann, welche Lebensmittel gute antioxidative Eigenschaften besitzen. Je höher der ORAC-Wert, desto höher ist somit die antioxidative Kapazität. In Studien konnte so beispielsweise belegt werden, dass Menschen die Lebensmittel wie Obst und Gemüse zu sich nehmen, die einen besonders hohen ORAC-Wert aufweisen, die Kraft ihres Blutes um ca. 25 Prozent steigern können.

Die ORAC-Methode



Die ORAC-Methode wurde erstmalig im Jahre 2005 in den USA vorgestellt. Gemessen wird dieser Wert in den sogenannten ORAC-Einheiten und zwar µmol TE/100 g. Das bedeutet demnach je höher dieser Wert, desto besser, denn umso höher ist auch die antioxidative Kapazität eines bestimmten Lebensmittels. Dieser Wert wird auch zunehmend bei der Entwicklung von Nahrungsergänzungsmitteln berücksichtigt. Zu beachten gilt jedoch, dass dieser Wert kein absoluter Wert ist. Das bedeutet, dass er nicht alleine festlegen kann welchen gesundheitlichen Nutzen bestimmte Produkte oder Rohstoffe haben. Trotzdem kann dieser Wert als zuverlässiger Vergleichsfaktor eingesetzt werden.


Wie wird der ORAC-Wert eingestuft?




Experten in diesem Bereich stufen einen ORAC-Wert von >10.000 µmol TE/100 g als hoch ein und Werte die darüber liegen als sehr hoch. Die empfohlene tägliche Grundversorgung sollte bei 5000 bis zu 7000 ORAC-Einheiten liegen.


Welche Vorteile hat dieser Wert für den Menschen?




Menschen, die gestresst sind produzieren mehr freie Radikale. Experten bezeichnen dass als sogenannte oxidative Stresslage. Damit diese freien Radikale bekämpft werden können, muss der Körper Antioxidantien bilden. Aus diesem Grund ist eine Ernährung mit vielen antioxidantien empfehlenswert, da sie den Organismus dabei unterstützt und so zu einer gesunden und ausgeglichenen Lebensweise beiträgt. Wenn Produkte sprich Lebensmittel nach diesem Wert verglichen werden können, dann ist das eine gute Hilfe dabei, um zu erkennen welche Lebensmittel besonders gesund und kräftigend sind. Ähnlich wie bei der Angabe eines Kalorien-Wertes.

Wie wird der ORAC-Wert gemessen?


Bei diesem Mess-Verfahren werden mittels einer chemischen Reaktion freie Radikale in einem Reagenzglas erzeugt. Anschließend wird eine Antioxidantien-Probe dazu getan, beispielsweise von einem bestimmten Lebensmittel. Das führt wiederum dazu, dass die freien Radikale neutralisiert werden. Bei diesem Verfahren wird dann die Geschwindigkeit im Vergleich zur Probe gemessen mittels einem Vitamin E-Standards. 

So kann der Wert errechnet werden, der einen Hinweis gibt welche antioxidative-Fähigkeit die jeweilige Probe hat. Dieser Wert wird dann als ORAC-Wert bezeichnet.
Lebensmittel mit besonders hohen ORAC-Wert



Zu den Lebensmitteln, die einen besonders hohen ORAC-Wert aufweisen gehören so zum Beispiel Gojibeeren und Acaibeeren. Weitere Lebensmittel mit relativ guten Werten sind Beerenfrüchte, Granatapfel, Pflaumen und Orangen. Aber auch andere eher untypische Lebensmittel weisen einen hohen Wert auf so zum Beispiel Knoblauch, Spinat und Rote Beete.

Um Ihnen ein Gefühl zu geben, was der ORAC-Wert aussagt, haben wir hier eine 

Aufzählung für Sie:

Afrikanische Mango:    968
Apfelpektin:               3.049
Heidelbeeren:           4.669
Knoblauch:               5.708
Cranberries:             9.090
Acai Pulver             39.127

Bildnachweis: Artikelbild © Eisenhans – Fotolia.com

Mittwoch, 11. Mai 2016

Wie Nährstoffe bei Depressionen helfen könnten

Wie Nährstoffe bei Depressionen helfen könnten



Facebook Gruppe: Vitality gives you more of life, for less


Antriebslosigkeit, Schlafstörungen, Energielosigkeit und Konzentrationsprobleme: Das sind nur einige Symptome der Depression, die im schlimmsten Fall das Leben unerträglich machen kann. Nach dem Bundesgesundheitssurvey leiden in Deutschland mehr als drei Millionen Menschen zwischen 18 und 65 Jahren daran. 

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht davon aus, dass eine Depression bis zum Jahr 2020 weltweit die zweithäufigste Volkskrankheit sein wird.


Auslöser kann es viele geben: Überforderung, Stress, Trauer, physische Krankheiten, genetische Faktoren. Manchmal findet sich gar keiner.

Sicher ist, dass jeder Depression eine Stoffwechselstörung im Gehirn zugrunde liegt. Zudem häufen sich die Hinweise, dass ein Mangel an bestimmten Nährstoffen Depressionen begünstigen könne.





Botenstoffe für die Stimmung



Genau an diesem Punkt wollen Forscher jetzt ansetzen: Denn umgekehrt, so die Erwartung, könnte eine ausreichende Zufuhr die Heilung einer Depression unterstützen. Zu den Nährstoffen zählen Aminosäuren, Vitamine und Mineralstoffe. 

Daraus bildet der Körper sogenannte Neurotransmitter wie Serotonin, Noradrenalin und Dopamin - jene Botenstoffe, die für eine ausgeglichene Stimmung, Antrieb, Schlaf und Konzentration verantwortlich sind.

Um den Zusammenhang zwischen Ernährung und Depressionen zu untersuchen, startet gerade eine von der EU geförderte Studie mit tausend Probanden. "Ziel ist es, eine wirksame Ernährungsstrategie zur Vorbeugung von Depressionen zu finden", sagt Elisabeth Kohls, Projektkoordinatorin und Psychologin an der Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität Leipzig. Das Projekt läuft in neun europäischen Ländern und ist über fünf Jahre angelegt.

Die Forscher gehen der Frage nach, ob der Trend zu mehr industriell erzeugten Produkten und Fast Food Übergewicht fördert, gleichzeitig dem Körper aber weniger Nährstoffe zuführt - mit Folgen für die Psyche.

Bereits eine seit 1999 laufende Untersuchung aus Spanien mit mehr als 10.000 Probanden hatte Hinweise geliefert, dass eine mediterrane Kost mit Omega-3-Fettsäuren das Depressionsrisiko um 30 Prozent senken kann.



"Einige Studien weisen darauf hin, dass es einen komplexen Zusammenhang zwischen Ernährung, Übergewicht und Depression gibt", sagt Kohls. "Allerdings ist bisher nicht belegt, welche Rolle das Ernährungsverhalten dabei genau spielt."

In Leipzig soll unter anderem untersucht werden, welche Auswirkungen eine Ernährungsumstellung und die Gabe von Nahrungsergänzungsmitteln auf das Depressionsrisiko hat.


Auch Stress beeinträchtigt die Nährstoffbilanz des Körpers. "Durch einen stressigen Lebensstil in Kombination mit unausgewogener Ernährung kann es zu einer Erhöhung von Stresshormonen wie Kortisol, Aldosterone und Adrenalin kommen, die bestimmte Mineralien vermehrt aus dem Körper ausschwemmen", sagt Harald Murck, Privatdozent an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Philipps-Universität Marburg.


Dies könne sowohl das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie für Depressionen erhöhen.

Umgekehrt weisen Beobachtungen darauf hin, dass eine erhöhte Gabe von Magnesium zu einer Besserung von Depressionssymptomen beitragen kann. Placebokontrollierte klinische Studien dazu laufen bereits.


Laut Murck könnten auch andere Supplemente die Wirksamkeit von Antidepressiva möglicherweise unterstützen. "Dazu gehören Folsäure, bestimmte Omega-3-Fettsäuren und Zink." Allerdings sollte die Einnahme dieser Substanzen immer unter der Aufsicht eines Arztes erfolgen.


Michael Spitzbart, niedergelassener Arzt in Bad Aibling bei München praktiziert bei Depressiven seit längerem eine konzentrierte Zufuhr von Nährstoffen anstelle von Antidepressiva. "Schätzungsweise 85 Prozent der Patienten fühlen eine positive Wirkung", sagt Spitzbart, der nach eigenen Angaben in den vergangenen 18 Jahren einige tausend Betroffene mit Nährstoffkonzentraten behandelt hat.

In Bluttests lässt er den Status von insgesamt 34 Stoffwechsel-Parametern prüfen. "Patienten mit Depressionen haben besonders viele Defizite im Eiweißstoffwechsel", sagt der Arzt. "Gehirnaktive Aminosäuren, wie Tryptophan, Tyrosin und Phenylalanin werden mit der heutigen Ernährung weniger aufgenommen, aber im beruflichen Stress mehr verbraucht", so seine Vermutung.


Der Botenstoff-Cocktail des Glücks und Wohlbefindens:

Dienstag, 10. Mai 2016

Zusammenspiel von Vitaminen und Eisen

Zusammenspiel von Vitaminen und Eisen





Eisen ist ein sehr reaktionsfreudiger Stoff. Er verbindet sich gern mit anderen, für Eisen nutzlosen Stoffen, noch bevor es seinen Bestimmungsort erreicht.
Damit dies nicht zu oft geschieht, gibt es viele kleine Helfer, z. B. Vitamin E, Selen und Vitamin C, um das Eisen in die Zellen zu transportieren.

Vitamin B12 ist zusammen mit Folsäure dafür zuständig, dass Eisen vom Körper resorbiert werden kann. 
Die B-Vitamine stärken gemeinsam mit Vitamin C das Immunsystem, wehren freie Radikale ab, verwerten das Eisen und sorgen für ein straffes Bindegewebe.
Wiederum kann Vitamin B12 nur vom Körper aufgenommen werden, wenn Magnesium vorhanden ist.

Weder die Muskeln noch das Nervensystem können ohne Magnesium arbeiten. Kalzium kann die Aufnahme von Eisen behindern. So gibt es viele Beeinflussungen.

Viele davon kann man durch bewusste Lebensmittelwahl ausgleichen. Wenn man gleichzeitig bei der Nahrungsaufnahme zu pflanzlichem Eisen ein Glas Orangensaft trinkt, kann der Darm das Eisen besser aufnehmen.

Aber auch der Stoff Phytin im Vollkorngetreide ist verantwortlich dafür, dass Eisen aus dem Müsli nur ungenügend vom Körper aufgenommen werden kann. Um dies zu umgehen, kann man das Müsli vorher einweichen lassen, so wird ein großer Teil des Phytins abgebaut.
Deshalb ist eine abwechslungsreiche Nahrung unbedingt notwendig, um keinen Mangel an einem der Stoffe zu erleiden.


Natürlich kann der Körper den Mangel eines Stoffes längere Zeit ausgleichen, aber wenn sich dann ein Mangel durch eine Krankheit zu erkennen gibt, fehlt meist nicht nur ein Stoff, sondern durch die Wechselwirkungen gleich mehrere.

Motzen Sie Ihr Mittagessen auf!
Vitamin C beeinflusst die Aufnahme des „Arbeitstieres“ Eisen positiv. Eisen ist verantwortlich für die Funktion des Immunsystems und die Produktion von roten Blutkörperchen, stimuliert und liefert Energie. Kombinieren Sie deshalb Tomaten oder Zitrusprodukte mit proteinhaltigen Nahrungsmitteln (Fleisch, Fisch, Käse, Bohnen) oder anderen Eisenquellen, um das Zusammenspiel von Vitamin C und Eisen in vollem Ausmaß nutzen zu können.


Samstag, 2. April 2016

Vitalstoffe Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis




Mittwoch, 2. März 2016

Omega-3-Fettsäuren

Studienlage zum Thema Omega-3-Fettsäuren





Körper kann Omega-3-Fettsäuren nicht selbst produzieren


Omega-3-Fettsäuren zählen zu den mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Die drei wichtigsten Vertreter sind: Alpha-Linolensäure (ALA), die ausschließlich in pflanzlichen Fettquellen wie Soja-, Walnuss-, Raps- oder Leinöl vorkommt, sowie Eicosapentaensäure (EPA) undDocosahexaensäure (DHA) aus fettreichen Fischsorten wie Hering, Makrele oder Lachs.

Sie erfüllen eine Vielzahl wichtiger Funktionen, können vom Körper jedoch nicht selbst aufgebaut werden. Ihr Bedarf muss daher über die Ernährung gedeckt werden. Frei nach der Devise "Viel hilft viel" preisen deshalb viele Hersteller die Nahrungsergänzungsmittel insbesondere den Fisch-Verschmähern als Alternative an.

Forscher konnten bereits eine Reihe positiver Eigenschaften der Omega-3-Fettsäuren auf die Gesundheit ausmachen. Die Fettbestandteile verbessern die Fließeigenschaften des Blutes, ihre Abbauprodukte wirken entzündungshemmend. Daneben senken sie den Triglycerid- und LDL-Cholesterinspiegel im Blut, was wiederum das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Arteriosklerose oder Bluthochdruck senkt.

Tatsächlich konnten diese positiven Effekte der Säuren in mehreren großen Studien nachgewiesen werden. So belegt der "Gissi-Prevention-Trial" die schützende Wirkung von Omega-3-Konzentraten bei Patienten, die erste Symptome einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zeigten. Angesichts dieser und ähnlicher Studien kam die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) zu dem Schluss, dass sich Fisch, Fischöl oder Omega-3-Fettsäuren im Frühstadium von Herz-Kreislauf-Beschwerden günstig auswirken können und empfiehlt daher den Verzehr von ein- bis zweimal wöchentlich Fisch sowie die Aufnahme von DHA und EPA in Höhe von 250 Milligramm pro Tag.

Studienlage ist bisher nicht eindeutig


Auf der anderen Seite konnten südkoreanische Forscher in einer 2012 veröffentlichen Studie mit ähnlichen Patienten keinen Schutz durch die Fischölkapseln nachweisen. Sang Mi Kwak und sein Team fassten 14 Studien zusammen, in denen den Teilnehmern Omega-3-Kapseln verabreicht wurden. Das Ergebnis: Die Nahrungsergänzungsmittel halfen nicht.

"Obwohl bemerkenswert viele Studien zu Omega-3-Fettsäuren publiziert wurden, ist die Datenlage nicht eindeutig", sagt Matthias Schulze vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (Dife). Viele Studien wurden mit Teilnehmern durchgeführt, die bereits ein hohes Risiko für Erkrankungen der Herzkranzgefäße aufwiesen. Bei einigen dieser Studien kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Ergebnisse verzerrt sind, weil die Patienten bereits medikamentös behandelt wurden.

Sicher ist laut Schulze aber, dass die Omega-3-Fettsäuren die Konzentrationen von Triglyceriden im Blut und damit einen Risikofaktor für Koronare Herzerkrankungen senken. "Es ist also nicht auszuschließen, dass eine Therapie mit Omega-3-Fettsäuren tatsächlich vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützt", so Schulze. Derweil wird ein übermäßiger Konsum von Omega-3-Fettsäuren mit Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall oder Übelkeit in Verbindung gebracht.

Unterschiede zwischen den Fettsäuren aus Lebensmitteln und denen aus Kapseln gibt es laut Schulze wahrscheinlich keine, "zumal viele Kapseln direkt Fischöl enthalten". Die Empfehlungen der DGE zum Fisch, DHA- und EPA-Konsum hält der Experte für durchaus vertretbar.



Der regelmäßige Fischverzehr empfiehlt sich jedoch auch aufgrund anderer Inhaltsstoffe wie Eiweiß, Vitamin D und A sowie wichtiger Mineralstoffe wie Iod. "Wer mehr Fisch isst, isst zudem weniger andere proteinreiche Lebensmittel, die ungünstig sein können, wie rotes Fleisch", so Schulze.

Omega-3-Fettsäuren senken Risiko einer Demenz


In der jüngsten Vergangenheit wurde außerdem der Zusammenhang zwischen Omega-3-Fettsäuren und demenziellen Erkrankungen wie Alzheimer diskutiert. Ein hoher EPA- und DHA-Spiegel senkt demnach möglicherweise das Risiko einer Demenz. 

Eine aktuelle Studie im Fachmagazin "Neurology" hat diese Annahme jetzt untermauert.
Dafür untersuchten US-Forscher 1.111 Frauen im Alter von 65 bis 80 Jahren über einen Zeitraum von acht Jahren. 

Die Ergebnisse legen nahe, dass höhere EPA- und DHA-Konzentrationen mit einem größeren Gehirnvolumen korrelieren. Ein reduziertes Gehirnvolumen ist ein wichtiger Faktor bei der Entwicklung von Alzheimer. Bis zu einer sicheren Aussage müssen allerdings noch die Ergebnisse weiterer Studien abgewartet werden.

Fazit: Vieles spricht für den schützenden Effekt von Omega-3-Fettsäuren bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Experten empfehlen, möglichst zweimal pro Woche Fisch zu essen oder auf pflanzliche Lieferanten wie Walnussöl zurückzugreifen. 

Ausführliche Informationen sind im Buch Fit mit Fett von Jopp und Strunz zu finden:



Dienstag, 23. Februar 2016

Blaubeeren: Natürlicher Schutz der Augen


Blaubeere (Bilberry, Heidelbeere) 



(Quelle: Wiki)


Bilberries heissen die amerikanischen Verwandten unserer Blaubeere (Heidelbeere), die in der Volksheilkunde schon immer eine anerkannte Rolle spielten. Sie wurden – und werden noch immer – traditionell bei Blasenbeschwerden, Durchfall und bestimmten Augenerkrankungen angewendet. Zuckerkranke erhielten früher den Sud der ausgekochten Blätter.

Fragt man nun, von welchen Substanzen die bioaktiven Wirkungen der Blaubeere ausgehen, so stösst man auf bestimmte Farbstoffe (Pigmente) die reichlich in diesen Beeren vorkommen und die als Anthocyanoside bezeichnet werden. 

Die Anthocyanoside, die zur grossen Familie der Flavonoide gehören, haben vor allem bedeutende antioxidative Eigenschaften, das heisst, sie bekämpfen freie Radikale, deren zellzerstörende Angriffe für die Entstehung vieler Alterserscheinungen verantwort­lich zu machen sind.

Augenleiden wie Grauer Star und Makula-Degeneration werden heute vor allem auf die durch freie Radikale verursachten oxidativen Schäden zurückgeführt. Die Makula ist der Teil der Netzhaut, die für scharfes Sehen sorgt. 

Makula-Degeneration ist die Hauptursache für den Verlust des Sehvermö­gens bei älteren Menschen.
Die Anthocyanoside der Blaubeeren scheinen nun besonders schützend auf diesen Teil der Netzhaut zu wirken. 

Gesunde, die regelmässig Billberry-Extrakt zuführen, berich­ten über eine verbesserte Sehschärfe, eine schnellere Anpassung an die jeweiligen Lichtverhältnisse und verbesserte Nachtsicht; positive Resultate sind belegt bei Netzhautentzündungen, Nachtblind­heit und Sehstörungen, die sich als Folge von Diabetes leider häufig einstellen. 

Der Billberry-Extrakt kann somit eine wertvolle Hilfe gerade für ältere Menschen sein, die Funktions­fähigkeit der Augen zu schützen und zu erhalten. Die antioxidative Aktivität der Anthocyanoside be­schränkt sich übrigens nicht auf das Sehorgan. 

Sie schützen auf das Kollagen, die strukturgebende Grundsubstanz unserer Adern und Gewebe. Dieser Schutz ist notwendig, weil z.B. durch entzündliche Prozesse wie rheumatische Arthritis Kollagen zerstört wird. Eine gesunde Kollagenstruktur der Adern bis hin zu den kleinsten Blutgefässen, den Kapillaren, ist nicht nur für die Versorgung der Zellen mit


Nährstoffen und den Abtransport von Stoffwechselprodukten nötig, sie ist auch eine Voraussetzung für die Aufrechterhaltung der sogenannten Blut-/Gehirn-Schranke. Die Entstehung bestimmter Auto-immunerkrankungen, Störungen des zentralen Nervensystems, „zerebrale“ Allergien und sogar psy­chische Erkrankungen werden begünstigt, wenn die Blut-/Gehirn-Schranke nicht mehr zuverlässig funktioniert.


Wie viele andere Flavonoide bewirken auch die Anthocyanoside, dass sich Blutplättchen weniger leicht verklumpen und helfen damit, sich vor Arteriosklerose und Thrombosen zu schützen.



Heilanwendung:



 3 EL zerdrückte getrocknete Heidelbeeren mit ¼ l Wasser 10 Minuten kochen – so werden die Gerbstoffe gelöst. 

Für Säuglinge 1 TL auf ¼ l Wasser, 

für Kleinkinder bis zu 4 Jahren 1 EL auf ¼ l Wasser. 

Mehrmals täglich 1 Tasse bei Durchfall. Achtung: 

Nicht zu empfehlen ist das Kauen getrockneter Heidelbeeren, da die Beerensamen die Darmschleimhaut reizen können. 

Die Heilkraft frischer Heidelbeeren: 


In den frischen Früchten – das gilt auch für tiefgefrorene oder Marmelade – haben die Fruchtsäuren eine darmmobilisierende Wirkung.

Die Frucht ist sehr reich an Vitamin C, das wirkt in Kombination mit dem Anthocyan-Farbstoff, dem Myrtillin und dem reichlich enthaltenen Eisen blutbildend. 

Letzteres sorgt für elastische Blutgefäße, ganz besonders im Gehirn und in den Augen. Heidelbeeren sind daher gut für Menschen, die unter Nachtblindheit und Lichtempfindlichkeit leiden. 

Angeblich wurde dieser Effekt bei britischen Piloten im Zweiten Weltkrieg genutzt. Sie bekamen zum Frühstück Brote mit Heidelbeermarmelade. 

Heute verwendet man Heidelbeerpräparate vor allem zur Vorbeugung und Behandlung der Makuladegeneration, die als Hauptursache für Erblindung im Alter gilt. 

Auch zur Schlaganfallprophylaxe kann man Heidelbeeren essen. Sie helfen, das Verklumpen der Blutplättchen zu verhindern, und stärken die Wände der Kapillargefäße. 

Heidelbeersaft tötet auch Kolibakterien ab. 

Ärzte empfehlen deshalb, Heidelbeeren vor allem im Sommer regelmäßig zu essen, um einer Durchfallerkrankung oder Darmgrippe vorzubeugen.



Sonntag, 21. Februar 2016

Artischocke: Hemmung der Cholesterinbiosynthese , Cholesterinausscheidung, Regeneration der Leber



Artischocke



Anwendungsgebiete und Wirkungen:
·         Leber, Galle
·         Krampfadern, Hämorrhoiden
·         Sodbrennen
·         Entgiftend
·         Belebt die Lebertätigkeit
·         Reguliert die Magensäure
·         Harmonisiert die Verdauung
·         Lindert Reizungen der Harnblase
Die Blätter der Artischocke enthalten Cynarin und Bitterstoffe, die die Bildung von Magensaft anre­gen. Cynarin fördert die Produktion von Gallenflüssigkeit und man schreibt diesem Aktivstoff auch eine günstige Wirkung beim Abbau des giftigen Ammoniaks durch die Leber zu. 


(Quelle: Wiki)

Artischockenextrakt lindert solche Verdauungsbeschwerden, die auf eine zu geringe Bildung von Magen- und Gallensaft zurückzuführen sind.
Seit längerer Zeit ist bekannt: Zubereitungen aus frischen oder getrockneten Artischockenblättern sowie in vermindertem Masse auch aus den (essbaren) Hüllblättern des Blütenstandes haben eine anregende Wirkung auf die Gallensekretion und fördern dadurch die Ausscheidung von übermässi­gem Cholesterin und Lipiden aus dem Blut. 
Gemäss neueren Forschungsergebnissen verhindern Ex­trakte aus den Artischockenblättern auch die Bildung von Cholesterin durch einen direkten Eingriff in die Biosynthese. Zusätzlich sollen die Wirkstoffe aus den Artischockenblättern – ähnlich wie bei der Mariendistel – die Bildung von neuen Leberzellen anregen und dadurch eine Regeneration der Leber bewirken.
Für die medizinische Wirkung spielen drei Wirkstoffgruppen eine dominierende Rolle:

Phenolische Caffeoylsäurederivate (z. B. Chlorogensäure und Cynarin) werden vor allem für die Hemmung der Cholesterinbiosynthese verantwortlich gemacht. 

Sesquiterpenlacton-Bitterstoffe wie das Cynaropikrin erhöhen die Gallenbildung und fördern die Ausscheidung von überschüssigem Cho­lesterin aus dem Blut. Flavonoide vom Luteolin-Typ ihrerseits stimulieren die Bildung von neuen Le­berzellen und bewirken dadurch eine Regeneration der Leber. 

Zubereitungen aus Artischockenblät-tern sind in Tabletten- oder Tropfenform in Apotheken und Drogerien erhältlich. Wie bereits er­wähnt, kann in vermindertem Mass auch durch das Essen von Artischocken als Gemüse eine positive Wirkung erzielt werden. Als Bestandteil von Frühjahrskuren zur Blutreinigung ist zudem der Frisch-pflanzenpresssaft sehr beliebt.